Informationen rund ums Olivenöl

Informationen rund ums Olivenöl ….

Die hier zusammengestellten Informationen sollen helfen, die Qualitätseinstufung von Olivenöl besser zu verstehen.

Analysewerte

Es gibt zwei Methoden, die für die Qualitätseinstufung eines Olivenöls angewendet werden. Die eine Methode ist die sensorische Prüfung oder auch organoleptische Prüfung. Dabei wird das Olivenöl von erfahrenen Experten ( 8 – 12) nach seinem Geschmack beurteilt. Es sind im Wesentlichen vier Kriterien, die dabei beurteilt werden. Die Informationen zu unserem Olivenöl haben wir in den nachstehenden Tabellen zusammengefasst.

KriteriumMedian „Chronia Pola“ 2021Vorgabe EU*
Fehlnoten0,00,0
Fruchtigkeit4,4> 0
Bitterkeit3,2
Schärfe/Würze4,1
* Vorgabewerte für Qualitätsstufe 1 Nativ Extra

Die andere Methode ist die chemische Analyse. Dabei stehen die Parameter im Vordergrund, die Güteklasse, Lagerung, Verfälschung und Behandlungsverfahren nachweisen.

KriteriumWert „Chronia Pola“ 2021Vorgabe EU*Erläuterung
Säuregehalt (%)0,38<=0,8Der Säuregehalt wird vom Reifegrad der
Oliven bei der Ernte beeinflusst. Außerdem
spielt die Sorgfalt im Umgang mit den Oliven
bei der Ernte und in der Ölmühle eine Rolle.
Je höher der Säuregehalt, desto geringer die
Qualität.
K 2321,91<=2,5Der Wert liefert Informationen über den Anteil
der oxidierten Bestandteile im Olivenöl. Ist
dieser Wert zu stark erhöht, wirkt sich das
negativ auf die Haltbarkeit aus.
K 2680,13<=0,25Dieser Wert gibt Auskunft über die Frische der
Oliven zum Zeitpunkt der Extraktion.
Delta-K-0,003<=0,01
Dieses Kriterium dient zur Unterscheidung der
Qualität und Reinheit eines Olivenöls. Eine
Mischung mit anderen Qualitätsstufen würde
zu einem abweichenden Wert führen.
Peroxidzahl7,6<=20,0In Abhängigkeit von den Lagerbedingungen
(Licht, Temperatur, Alter) nimmt dieser Wert
dynamisch zu. Die Folgeprodukte dieser
Oxidation führen letztendlich zum typisch
ranzigen Geschmack.
Dieser Wert wird maßgeblich durch
schlechte Ernte- und Herstellungsverfahren
negativ beeinflusst.
Biophenole368 mg/kgMessung Juli 2021
Bei Werten >250 mg/kg sprechen Kenner von
hochwertigem Olivenöl mit gesundheits-
fördernden Eigenschaften.
*Vorgabewerte für Qualitätsstufe 1 Nativ Extra

Polyphenole

Polyphenole/Biophenole sind sogenannte sekundäre Pflanzenstoffe und umfassen eine große Anzahl an Substanzen. Im Olivenöl beeinflussen sie beispielsweise den Geschmack und die Haltbarkeit des Olivenöls. Je höher der Gehalt an Phenolen im Olivenöl ist, desto haltbarer ist es und behält länger seine frische, grüne Aromatik. Bei jungen, grünen Oliven ist dies besonders ausgeprägt. Wichtige Polyphenole im Olivenöl sind Oleuropein und Oleocanthal (s. weiter unten) wegen ihrer antioxidativen und entzündungshemmenden Eigenschaften.

Oleuropein

Oleuropein ist ein natürlicher Stoff des Olivenbaums. Es befindet sich in unterschiedlicher Konzentration auch in den Blättern und den Oliven. Oleuropein zählt zu den wirksamsten natürlichen Antioxidantien und ist auch für die Bitternoten von kaltextrahiertem Olivenöl verantwortlich. Die antioxidative Wirkung ist auf die Bindung freier Radikale zurückzuführen.

Oleocanthal

Oleocanthal ist eine natürliche organische Verbindung in extra nativem Olivenöl. Es gehört zu den Polyphenolen im Olivenöl und macht sich durch ein leichtes Kratzen oder Brennen beim Abgang im Rachen bemerkbar. Oleocanthal werden antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften zugesprochen. Neuere Studien aus den USA gehen davon aus, dass Oleocanthal wirksam gegen Alzheimer und Demenz ist. Mehr Details dazu gibt es hier.